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Juniorbotschafterin für Moore

Ella Spanier erneut bei der BUW-Jurytagung

Besondere Auszeichnung für Ella Spanier vom Otto-Hahn-Gymnasium Tuttlingen: Die Zwölfjährige wurde auch 2026 zur Jurytagung des Bundesumweltwettbewerbs (BUW) eingeladen. Nachdem sie bereits im vergangenen Jahr beim Bundesfinale in Kiel für ihr Forschungsprojekt zu Mooren einen Förderpreis erhalten hatte, durfte sie am 19. Juni 2026 in Kassel die Weiterentwicklung ihrer Arbeit vorstellen. Bei mehr als 340 eingereichten Projekten gehörte sie auch in diesem Jahr zu den 13 ausgewählten Projektteams, die ihre wissenschaftliche Arbeit bei der Jurytagung des BUW präsentieren durften.

Im Mittelpunkt von Ellas Forschung steht die Bedeutung von Mooren für den Klimaschutz. Während sie im ersten Projektjahr vor allem untersuchte, wie austrocknende Moore gespeichertes CO2 freisetzen, konnte sie im zweiten Projektjahr experimentell nachweisen, dass intakte, nasse Moore nicht nur Kohlenstoff speichern, sondern sogar aktiv CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen. Sie wirken damit als sogenannte CO2-Senken und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Für diese Untersuchungen entwickelte Ella ihren Versuchsaufbau weiter und verfeinerte ihre Messmethoden. So gelang es ihr anschaulich nachzuweisen, dass der Wasserstand und der Zustand eines Moores entscheidend dafür sind, ob Treibhausgase freigesetzt werden oder das Moor als Kohlenstoffsenke wirkt. Die Ergebnisse machen deutlich, wie wichtig der Schutz und die Wiedervernässung von Mooren für den Klimaschutz sind.

Parallel zu ihrer Forschungsarbeit hat Ella auch ihr Engagement in der Öffentlichkeitsarbeit ausgebaut. Als „Juniorbotschafterin für Moore“ informierte sie bei zahlreichen Veranstaltungen über die Bedeutung dieser besonderen Ökosysteme. Im Oktober 2025 war sie als Referentin bei der Kinderuni Tuttlingen zu Gast und begeisterte dort Schülerinnen und Schüler für das Thema Moore. Darüber hinaus präsentierte sie ihr Projekt auf der Herbstmesse in Stuttgart sowie auf der großen Frühlingsmesse IBO in Friedrichshafen einem breiten Publikum. Ergänzt wird ihr Engagement durch selbst gestaltete Flyer und eine eigene Website, auf der sie ihre Forschungsergebnisse sowie Informationen über Moore und deren Bedeutung für Klima- und Umweltschutz veröffentlicht (http://www.juniorbotschafterin-moore.de). Besondere Aufmerksamkeit erhielt auch ein gemeinsames Social-Media-Projekt mit dem Peatland Science Center der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Zum Welttag der Feuchtgebiete entstand ein Informations-Reel über Ellas Forschungsprojekt und die Bedeutung von Mooren für den Klimaschutz, das über verschiedene Kanäle veröffentlicht wurde.

Die erneute Einladung zur Jurytagung ist eine besondere Anerkennung. Voraussetzung ist eine rund 30 Seiten umfassende wissenschaftliche Arbeit, in der Forschungsfrage, Versuchsaufbau, Messergebnisse und deren Auswertung ausführlich dokumentiert werden. Während der Tagung in Kassel präsentierte Ella ihre Arbeit in einem 15-minütigen Vortrag vor einer Fachjury, die aus 18 Expertinnen und Experten aus ganz Deutschland besteht. Im anschließenden Kolloquium beantwortete sie Fragen zu ihren Methoden, Ergebnissen und Schlussfolgerungen. Darüber hinaus bot die Jurytagung Gelegenheit, sich bei einer Posterausstellung mit den anderen ausgewählten Teams sowie den Jurymitgliedern auszutauschen und neue Anregungen für die weitere Projektarbeit zu gewinnen.

Bis zur Preisverleihung im September entscheidet die Fachjury, welche der präsentierten Projekte ausgezeichnet werden. Bereits die erneute Einladung zur Jurytagung des Bundesumweltwettbewerbs zeigt, dass Ellas wissenschaftliche Arbeit auch auf Bundesebene große Anerkennung findet und unterstreicht ihr besonderes Engagement für den Moor- und Klimaschutz.