Otto-Hahn-Gymnasium Tuttlingen – Offen • Handeln • Gestalten

Präventionstheater „Püppchen“ in der Aula der Gymnasien Tuttlingen

Der Umgang mit dem eigenen Körperbild
Am 14. April 2026 wurde in der Aula der Gymnasien in Tuttlingen das Präventionstheater „Püppchen“ aufgeführt. Das Stück wurde den Klassen 8 präsentiert und  zeigte mit einer sensiblen und zugleich spannenden Erzählweise den Umgang von Jugendlichen mit dem eigenen Körperbild und bot so zahlreiche Anknüpfungspunkte für die anschließenden Gespräche in den Klassen und Freundeskreisen. Im Mittelpunkt des Theaterstücks stehen Lena und Luis – zwei Jugendliche, die, ohne es voneinander zu wissen, einen ähnlichen Weg gewählt haben, mit Druck und Problemen umzugehen:
  • Lena versucht zu Hause zu „funktionieren“ und zu kompensieren, was ihre überlasteten Eltern nicht leisten können. Niemand fragt sie, was sie möchte. Ihre bittere Bilanz: „Mein Leben ist zum Kotzen“ – und genau das tut sie auch.
  • Luis hat „in letzter Zeit ganz schön viel abgenommen“ – ein vermeintlich kontrollierbarer Ausweg, der sich verselbstständigt hat.
  • Torsten, der sich für Luis interessiert, kann die Bedeutung von Gewicht und Aussehen nicht nachvollziehen.
  • Simon hingegen ist überzeugt: Aussehen ist lebenswichtig.
Das Stück macht sichtbar, wie Leistungsdruck, fehlende Aufmerksamkeit und Schönheitsideale in destruktive Muster führen können – und wie wichtig es ist, sich gegenseitig zu unterstützen und miteinander darüber zu sprechen. „Püppchen“ ist somit mehr als Theater: Es ist ein Angebot zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen. Das Stück will das Selbstbewusstsein fördern, zu einem aktivem und selbstständigem Handeln ermutigen, die Wahrnehmung für eigene Bedürfnisse und Grenzen schärfen, und dazu anregen, sich Unterstützung zu holen – frühzeitig und ohne Scham. Die Aufführung wurde von Schülerinnen und Schülern der Tuttlinger Gymnasien aufmerksam aufgenommen. In der anschließenden Austauschrunde zeigte sich, wie nah die Themen an der Lebenswelt Jugendlicher sind. Ohne zu viel verraten zu wollen, lässt sich sagen, dass Lena am Ende den Mut aufbringt, sich mitzuteilen. Dies ist der Anfang, der erste Schritt für ihren neuen Abschnitt. „Püppchen“ zeigt so eindrucksvoll: Niemand ist mit seinen Sorgen allein, der Weg kann jederzeit gemeinsam gegangen werden.